Für den Umstand, dass ein Fetus, nach der 12. Schwangerschaftswoche abgestoßen wird oder werden möchte, gibt es folgende mögliche Gründe:

1. Es handelt sich um den Versuch einer späten Fehlgeburt, d.h. dass sich aus irgend welchen triftigen Gründen keine Seele für diesen Kindskörper interessiert. In diesem Falle werden bei Verhinderungsmaßnahmen, falls diese überhaupt erfolgreich sind, weitere Abstoßungsversuche folgen.

2. Die Schwangere war sich bisher über ihr Verhältnis zu dem Kinde noch nicht ganz klar, z.B. bei einer ungewollten Schwangerschaft. Eventuell liegen auch zusätzliche äußere Beeinflussungen vor, die eher gegen ein Austragen des Fetus gerichtet sind. Durch das Einsetzen der Wehen wird sich die Schwangere nun ihrer wahren Gefühle zu dem Kind bewusst und/oder sie sieht sich nun gezwungen, klar Position zu beziehen – für oder gegen das Kind.

3. Die Schwangere hat einen hässlichen, halb-genitialen Konflikt mit einem Mann erlebt (es muss nicht der Partner sein), der eine Destabilisierung der Gebärmutterschleimhaut zur Folge hatte. In diesem Falle muss unbedingt sofort nach der inneren Einstellung gesucht werden, die das Erlebte überhaupt zu einem Konflikt hat werden lassen. Danach muss eine neue, gegenteilige und harmonische Einstellung gefunden werden, mit der das Erlebte neutral und mit Gleichmut betrachtet werden kann und es nicht mehr „tief betroffen“ macht.

4. Die Schwangere hat einen Verlustkonflikt erlitten, wahrscheinlich durch den Tod der geliebten Großmutter. Dieses Verlustgefühl auf der geistig-psychischen Ebene manifestiert sich auf der physischen Ebene als Verlust des eigenen Kindes. Auch hier muss unbedingt sofort eine neue harmonische Einstellung gefunden werden, die den Tod allgemein und den der Großmutter im Besonderen, nicht mehr als Verlust empfinden lässt, sondern z. B. als einen freudigen Gang zurück zum Licht.

5. Die Schwangere hat einen Selbstwerteinbruch in Bezug auf ihre Schwangerschaft erlitten. Die Folge davon ist eine Schwächung der Gebärmuttermuskulatur, was unter Umständen zu vorzeitigen Wehen führen kann. Wiederum gilt es nach der inneren Einstellung zu forschen, die diesen Selbstwerteinbruch erst ermöglicht hat und sich dann neu zu orientieren.

6. Die bestehende Partnerbeziehung wurde plötzlich infrage gestellt, oder die Schwangere ist in einen Partnerkonflikt geraten, der, hätte er vor der Schwangerschaft stattgefunden, zu einer Unfruchtbarkeit geführt hätte. Es liegt eine innere, halbbewusste Abwehr gegen das Kind vor, eventuell als Racheakt, der eigentlich den Partner treffen soll. In diesem Falle gilt es sich zuerst klar für das Kind zu entscheiden, unabhängig von den äußeren Gegebenheiten und dann aber sofort sich der Konfliktlösung durch eine Veränderung der inneren Einstellungen zuzuwenden.

Ob sich nach der erfolgreichen Verhinderung einer Fehlgeburt (siehe Artikel „Fehlgeburt,…“)) eine fremde Seele für den Kindskörper entscheidet, trifft nur bei Fall 1. zu.
In den anderen beschriebenen Fällen (2. bis 6.) steht die Konfliktlösung im Vordergrund, wobei die Schwangerschaft nur Mittel zum Zweck ist. Die freudige Erwartungshaltung und die bereits bestehende Liebe zu dem Kind sind stark genug und liefern der Schwangeren somit die nötige Motivation, die anstehende Korrektur gewisser innerer Einstellungen nun endlich in Angriff zu nehmen. Diese Änderung der inneren Einstellungen ist auch für das Kind von aller größter Bedeutung, sonst würde es seine Inkarnation durch den möglichen Abgang des Fetus nicht gefährden.

Wichtig ist, dass die Schwangere die Botschaft ihrer vorzeitigen Wehen entschlüsselt und sich dann umgehend um die anstehende innere Neuorientierung bemüht. Gelingt ihr das, dann steht einer weiteren komplikationsfreien Schwangerschaft nichts im Wege. Wäre es anders, machten vorzeitige Wehen überhaupt keinen Sinn!

Betroffenen biete ich bei der Auffindung und Lösung ihrer Konflikte gerne meine Unterstützung an.

Anfragen unter Angabe des vollständigen Namens und der Postadresse richten Sie bitte an friedrich.baumann@gmail.com

Opfenbach, den 03.03.2010

Friedrich Baumann

Letzte Aktualisierung: 20.05.2014

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One Response so far.

  1. R. Sch. sagt:

    Hallo Herr Baumann,
    herzl.Dank für die ausführl.Antwort.Im Grund bestätigt es meine Gedanken.In meinem Fall war es so: es hat ca.2,5 Jahre gedauert bis überhaupt eine Schwangersch.eintrat.Dann wollte die Melina in der 22.SSW wieder gehen.Als sie kommen durfte wollte sie nicht.Im tietsten wusste ich, dass es nicht der richtige Partner für mich war. Ist aber er viele Jahre später klar geworden.Denn Jahre später wurde ich ganz schnell von meinem jetzigen Mann schwanger u. die Zeit verlief ohne Komplikationen. Was die Melina angeht, fühlt sie sich nicht richtig im Hier und Jetzt.
    Nochmals lieben Dank für Ihre Antwort

    R. Sch.

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