Die Botschaft der Querschnittslähmung

Krankheiten haben generell zwei Grundbotschaften:

1. Der kranke Körper spiegelt auf seiner Ebene einen Aspekt der Bewusstseinsinhalte und inneren Einstellungen wider. Die Beschreibung der Krankheits-Symptome lässt sich symbolisch 1:1 auf die Bewusstseinsebene übertragen.

2. Die Krankheit hindert den Menschen daran, einer bestimmten Neigung zu frönen, die zu seinem Lebensinhalt geworden ist und er Gefahr läuft, seine gesamte Aufmerksamkeit und Energie darauf zu verwenden, unter Vernachlässigung und auf Kosten anderer, wichtigerer Lebensaspekte, ganz besonders seiner Persönlich-keitsentfaltung.

Die Querschnittslähmung beinhaltet beide Aspekte:

1. Die Lebenseinstellung und -Ausrichtung ist sehr „einseitig“ und „unbeweglich“, oft rein materialistisch ausgerichtet und lässt keinen Spielraum für ein anderes Denken, besonders nicht für die Entfaltung der Persönlichkeit, bzw. seine Weiter- und Höherentwicklung; es besteht eine Art mentale „Unbeweglichkeit“, die sich über große Bereiche des bewussten Seins erstreckt.

Leben bedeutet jedoch Bewegung, Vorwärtsschreiten, Entfaltung, Entwicklung, Veränderung der Standpunkte und nicht Starrheit, Bewegungslosigkeit, Stillstand und Beschränkung.

Besonders ehrgeizige Sportler unterliegen der Versuchung, ihre diesbezüglichen Aktivitäten als einziges oder oberstes Lebensziel anzusehen, unter völliger Missachtung ihrer seelischen Bedürfnisse. Diese Menschen sind aufgrund ihrer überdurchschnittlichen Begeisterung für ihren einseitigen Tatendrang oft sehr erfolgreich und werden zudem von ihrem Umfeld darin massiv gefördert und unterstützt. Aufgrund dieser Umstände verlieren sie jeden Blick für andere Aspekte des Lebens, zumal mit diesen im Allgemeinen keine öffentlichen Lorbeeren zu ernten sind.

Die Querschnittslähmung zeigt den betroffenen Menschen an, dass diejenigen Teile ihrer Denkfähigkeit, die sich um die persönliche Fortentwicklung, bzw. ihren „Fort-Schritt“ kümmern sollten, lahm gelegt sind. Sie können ihren vorgesehenen Entwicklungsweg nicht mehr weitergehen. Die Querschnittslähmung sorgt nun dafür, dass sie auch den eingeschlagenen materiellen Weg nicht mehr weitergehen können.

Dass beim Mann auch keine Erektionen mehr möglich sind, zeigt außerdem an, dass er sein männliches Selbstverständnis in hohem Maße mit sexueller Potenz gleichsetzt und seine zwischenmenschlichen Beziehungen zu sehr körper-, bzw. sexbezogen sind. Er ist nun gezwungen, den Sinn seines Lebens und seinen Selbstwert neu zu definieren und seine Beziehungen auf ein anderes, höheres Fundament zu stellen.

2. Die Querschnittslähmung hindert den Betroffenen daran, seinen zu sehr körperbezogenen Leidenschaften zu frönen, die ihn völlig vereinnahmt haben und keinen Raum mehr lassen, für die Erfüllung seiner Lebensaufgabe, die eine spirituelle ist. Er hat sich derart in ein profanes, materialistisches Denken verrannt, so dass keine Aussicht mehr besteht, sich selbst daraus zu befreien. So musste das Schicksal, die lenkende innere Weisheit eingreifen, um der weiteren sinnlosen Vergeudung von Lebenskraft und -Zeit ein Ende zu bereiten, in der Hoffnung, dass der Betroffene die Botschaft versteht, sich neu orientiert und wieder auf seinen Entwicklungsweg zurück kehren kann.

Die Botschaft der Querschnittslähmung ist also, nach Aktivitäten (hauptsächlich physische) Ausschau zu halten, die zu wichtig genommen werden und mehr oder weniger das tägliche Leben bestimmen. Das kann die sportliche Betätigung sein, aber auch der Beruf, der absolut notwendige regelmäßige Discobesuch, das Bodybuilding, aber auch das Machogehabe oder ähnliches.

Selbsterkenntnis – Selbstberichtigung – Selbstheilung

Der zweite Schritt, und das ist der eigentlich wichtige, gilt der Erforschung der eigenen Glaubenssätze und Überzeugungen, die hinter diesen äußeren physischen Aktivitäten stehen. An oberster Stelle stehen hier das Welt-, Gottes- und Selbstbild, das im Wesentlichen ein materialistisches ist. Daraus leiten sich alle anderen inneren Einstellungen in Bezug auf das tägliche Leben ab. Diese inneren Einstellungen werden als absolute Gesetze betrachtet und es kommt dem Betroffenen nicht in den Sinn, diese auch nur im Geringsten anzuzweifeln. Dabei handelt es sich aber keineswegs um eine ungewöhnliche und auffällig falsche Sicht der Dinge, sondern mehr oder weniger um allgemein anerkannte Meinungen, weshalb sie auch so schwer als die eigentlichen Verursacher der Querschnittslähmung oder sonstigen körperlichen Schadens auszumachen sind. Der Unterschied besteht nur darin, dass das gesamte Leben nach einer einzigen oder ein paar wenigen profanen Überzeugungen ausgerichtet wird und kein Platz mehr ist für die eigene spirituelle Entfaltung, womit keine Veränderung und keine Wandlung mehr möglich ist. Damit ist der Grundstein gelegt für Entwicklungs-Stillstand und Unbeweglichkeit.

Alle festgefahrenen Einstellungen sind „krankhaft“, jedoch nicht im Sinne von „psychisch krank oder irre“, sondern sie sind im wahrsten Sinne des Wortes körperlich „krank-machend“, weil sie den Menschen davon abhalten, seinen vorgesehenen Entwicklungsweg zu gehen und ihn in seinem Fortschritt (Fortschreiten) behindern oder gar lähmen, wie im Falle der Querschnittslähmung.

Für den Querschnittsgelähmten ist es gleichzeitig sehr wichtig, eine kritische Überprüfung des Personenkreises, bzw. des Milieus vorzunehmen, in dem er sich befindet. Er tut gut daran, sich baldmöglichst einen neuen Bekanntenkreis zu suchen, der mit seinen bisherigen Aktivitäten nichts zu tun hat, zumindest aber sollte er die bisher bestandenen diesbezüglichen Kontakte erheblich reduzieren, was durch die vorhandene Bewegungsunfähigkeit sehr leicht zu bewerkstelligen und auch zu begründen ist, ohne alte Freunde deswegen brüskieren zu müssen. Wichtig ist dabei, den neuen Gesprächspartnern gut zuzuhören und sich voll auf sie einzulassen, unter völliger Hintanstellung dessen, was die bisherige Welt bedeutet hat. Indem er sich andere Meinungen und Einstellungen so neutral wie nur möglich anhört und sich dabei jeder Wertung enthält, verlieren die eigenen starren Glaubenssätze allmählich an Energie, werden peu à peu aufgeweicht bis schließlich etwas Bewegung in sein Gedankengebäude kommt und er bereit ist, sich langsam anderen Einstellungen anzunähern.

Die körperliche Lähmung geht in dem Maße zurück, wie die geistige Lähmung nachlässt, wie die alten Glaubenssätze verblassen und durch neue, seine Entwicklung fördernde, ersetzt werden. Wie schwierig dies aber zu bewerkstelligen ist, zeigt die Langlebigkeit von Querschnittslähmungen, die in den meisten Fällen das gesamte restliche Leben andauern. Nur durch die Bereitschaft, sich endlich geistig „zu bewegen“, d.h. die alten, eingefahrenen Denkmuster aufzugeben und sich für andere An- und Einsichten zu öffnen, alte Wertvorstellungen und von der Gesellschaft oder irgendwelchen selbsternannten Autoritäten blind übernommene „Schein-Wahrheiten“ kritisch zu beleuchten, kann sich auch auf der Körperebene etwas verändern. Benötigt wird ein Willensakt, ein wirklicher Entschluss, auf der Mentalebene – nicht auf der Körperebene – eine Veränderung herbeizuführen, ohne Wenn und Aber. Dieser vermeintliche Kraftakt ist in Wirklichkeit aber gar keiner, denn eine neue Einstellung benötigt nicht mehr Energie als die alte und liegt nur einen Gedanken weit von jener entfernt.

Das Dümmste, was ein Körperbehinderter tun kann ist, sich mit allerlei technischen Hilfsmitteln zu versehen und damit zu versuchen, das alte Leben weiterzuführen. So gesehen gibt es nichts Kontraproduktiveres als den Behindertensport, denn genau davon will die Behinderung die Betroffenen ja abhalten.  Hat sich der Mensch aber neu orientiert und sein vormals so „geliebter“ Sport bedeutet ihm nun nichts mehr, dann kann er sich wieder sportlich betätigen. Er sollte jedoch keinen Leistungssport mehr betreiben, und schon gar nicht mehr den bisherigen, da dieser schnell wieder seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nähme. Es geht also nicht um den Sport im Allgemeinen, sondern um die richtige Einstellung dazu.

 

Auch die Zeit nach der Heilung birgt in hohem Maße noch die Gefahr, trotz erfolgreicher Neuorientierung, vom alten Umfeld alsbald wieder in die alten Muster hineingezogen zu werden. Deshalb mein dringender Rat an jeden Geheilten und alle, die sich noch heilen wollen: So wie die inneren Einstellungen radikal verändert wurden, bzw. noch verändert werden müssen, so radikal müssen auch die äußeren Umstände verändert werden. Man ziehe weit weg vom alten Zuhause, von der Stadt auf’s Land, bzw. vom Land in die Stadt und, wenn die Familie (noch) nicht „mitziehen“ will, dann trenne man sich von ihr. Man kappe möglichst vollkommen alle alten Bekanntschaften und suche sich auch eine neue Freizeitbeschäftigung, man wechsle den Arbeitgeber und arbeite vorerst nur noch halbtags, um voll und ganz und ohne nenneswerte Störungen, sein Neues Sein leben und festigen zu können.

Der Querschnittsgelähmte muss, wenn er vollkommen gesunden will, ein neuer Mensch werden.

Das Thema ist zu ernst, um irgendwelche faulen Kompromisse einzugehen oder „nur“ mal zu versuchen, etwas zu ändern. Schon zu Beginn des Transformationsprozesses gilt es, sich klar für die Neuwerdung zu entscheiden und sich ein vollkommen neues Leben einzuüben. Wer das nicht schafft, wird nicht gesunden.

Ohne fremde Hilfe gelingt die Aufdeckung und Bewusstmachung dieser „unschein-baren“ und „unauffälligen“ lähmenden inneren Einstellungen und die erforderliche radikale Neuorientation aber in den seltensten Fällen.

Eine wertvolle Hilfe für diese anstehende Arbeit an sich selbst, bietet der von mir angebotene „Synergetische Erfahrungs- und Erkenntnis-Weg“, kurz SEE-Weg genannt. Siehe dazu den Artikel „Der SEE-Weg I“.

Mit dieser Methode kann der Querschnittsgelähmte unter fachkundiger Begleitung, die für seine Heilwerdung erforderlichen Schritte realisieren.

Wird dieser Transformationsprozess vollzogen, dann hat die Lähmung ihre Aufgabe erfüllt, sie macht jetzt absolut keinen Sinn mehr, sie wird völlig überflüssig, ihr weiteres Bestehen würde den Menschen sogar vollkommen desorientieren. Das Körper-bewusstsein kann nun, befreit von den lähmenden Impulsen aus dem Gehirn, augenblicklich, völlig selbständig und ohne medizinische Unterstützung, einen Selbstheilungsprozess einleiten.

 

Anfragen unter Angabe des vollständigen Namens und der Postadresse richten Sie bitte an friedrich.baumann@gmail.com

Erstellt am: 16.09.2008

Friedrich Baumann

Letzte Aktualisierung: 20.04.2017

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3 Responses so far.

  1. Lena Kariuki sagt:

    „Dass beim Mann auch keine Erektionen mehr möglich sind, zeigt außerdem an, dass er sein männliches Selbstverständnis in hohem Maße mit sexueller Potenz gleichsetzt und seine zwischenmenschlichen Beziehungen zu sehr körper-, bzw. sexbezogen sind…“
    Das stimmt nicht, die Männer kriegen Erektionen auch mit hohem Querschnitt. Oder wurde nur eine Person in Betracht genommen? Dann würde ich auch am Beispiel einer bekannten Person dieses widerlegen.
    Danke für tollen Artikel!

  2. fbaumann sagt:

    Hallo Lena,
    die von mir aufgeführten Symptome bei Querschnittslähmung sind nur Beispiele und treffen natürlich nicht in allen Fällen zu und auch nicht in gleicher Weise. In den mir bisher bekannten Fällen (ca. 1/2 Dutzend) war es jedoch ausnahmslos so, dass die Betroffenen keine Erektionen mehr hatten. Mir geht es jedoch nicht um die Symptome selbst, sondern nur um das Aufzeigen der Ursachen möglicher Symptome.
    Friedrich Baumann

  3. Claudia Weslowski sagt:

    Danke für diese tollen Texte!!! Wahnsinn – wonach ich vielleicht suchte…

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