Hier wird das Thema Fehlgeburt, Frühgeburt, Totgeburt und plötzlicher Kindstod ausschließlich vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet. Diese Abhandlung richtet sich deshalb nur an solche Menschen, denen diese Weltsicht und die entsprechenden Gesetze des Lebens einigermaßen bekannt sind. Bevor Sie also weiterlesen, sollten Sie sich eingehend mit dem Thema „Gesetze des Lebens“ beschäftigen, das Sie ebenfalls auf dieser Internetseite finden.

Zweck dieser bewusst nüchtern und wertungsfrei gehaltenen Darstellung ist es, Frauen, die mit einer dieser Erfahrungen konfrontiert sind zu helfen, deren tieferen Sinn zu verstehen womit sie in die Lage versetzt werden, sehr schnell wieder ihr inneres Gleichgewicht zurückzugewinnen.

Allgemeines

Neueste medizinische Untersuchungen haben ergeben, dass annähernd jedes zweite befruchtete Ei sich nicht einnistet und bereits mit der nachfolgenden Regelblutung unbemerkt abgeht. Weitere 30 % nisten sich zwar ein, enden aber innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate als Fehlgeburt. Eine Fehlgeburt ist also bereits aufgrund dieser Tatsachen als ein normales Geschehen zu betrachten und sollte deshalb emotional nicht überbewertet werden.

Die Seelenpersönlichkeit des Kindes

Die Seelenpersönlichkeit des Kindes ist ein kosmisches Wesen wie jede andere Seelenpersönlichkeit erwachsener Menschen auch, weshalb mit ihr wie mit einem Erwachsenen gesprochen werden sollte, was besonders während der Schwangerschaft wichtig ist, solange sich die Seelenpersönlichkeit noch außerhalb des Fetus befindet. Auch sollten die Willensentscheidungen der Kindespersönlichkeit respektiert werden. Das gilt in ganz besonderem Maße in Bezug auf ihre Entscheidung, wann, wo, zu welchen Konditionen und ob überhaupt sie zu inkarnieren gedenkt oder nicht.

Die Seelenpersönlichkeit nimmt den Kindskörper erst nach dessen Geburt mit dem ersten Atemzug in Besitz! („Da blies ihm Gott den Odem des Lebens in die Nase, und also ward der Mensch eine lebendige Seele“, 1. Mose 2.7). Das heißt, erst mit dem ersten Atemzug wird aus dem Fetus ein eigenständiges menschliches Wesen!

Weder Embryo noch Fetus benötigen für die körperliche Entwicklung eine Seele! Die Entwicklung des Körpers im Mutterleib unterliegt voll und ganz den von der kosmischen Ordnung und Harmonie gelenkten Lebensumständen. Eine Beseelung des Fetus könnte daran nicht das Geringste ändern. Außerdem machte ein Geburtshoroskop in diesem Falle überhaupt keinen Sinn.

Das heißt natürlich nicht, dass sich die Seele während der Schwangerschaft nicht schon in der Nähe der Mutter befindet, um das Heranwachsen ihres Kindskörpers, sowie die anderen Bedingungen genauestens zu beobachten und sich auf die irdische Schwingungsebene einzustimmen, was ganz besonders in den letzten Tagen vor der Geburt in zunehmendem Maße geschieht. Hellsichtige Menschen, aber auch manche Tiere (Hund, Katze) können dieses Licht, das die Mutter vor der Geburt umgibt, sehen.

Embryo und Fetus

Auch hier muss eine landläufige Illusion zerstört werden: Der Fetus ist vollkommen von der Mutter abhängig, er ist bis zur Geburt ein Teil der Mutter und kein eigenständiges Wesen (Mensch). Er besitzt zwar ein eigenes Körperbewusstsein, das auch über die Geburt hinaus bis zum Tode des Körpers erhalten bleibt, das aber absolut nichts zu tun hat mit dem Bewusstsein der Seelenpersönlichkeit, die diesen Körper nach der Geburt bewohnt, ihn fortan lenkt und mit göttlicher Energie versorgt.

Mutter-Kind-Beziehung

In der Regel kennen sich die Seelenpersönlichkeiten von Mutter und Kind aus anderen Inkarnationen, beide haben meistens sogar eine enge Beziehung zueinander und wollen diese nun in anderen Rollen fortführen.

Anders verhält es sich bei Kindern, die durch eine künstliche Befruchtung oder nach medizinischen Behandlungen wegen bisheriger Kinderlosigkeit1) entstanden sind, wo oft keine solche Beziehung besteht.

Konditionen für eine erfolgreiche Schwangerschaft

Die Mutter-Kind-Beziehung ist keine bedingungslose, sondern beruht auf ganz konkreten Gegebenheiten und Abmachungen zwischen den Seelenpersönlichkeiten von Mutter und Kind. Dazu gehören auch die zu vererbenden Körpermerkmale und der Gesundheitszustand generell, genau so wie der spirituelle Entwicklungsstand von Eltern und Kind, der mögliche Geburtszeitpunkt, das soziale Umfeld, die erforderlichen kindlichen Prägungen und anderes. Nur wenn alle diese Konditionen erfüllt sind, wird die Seelenpersönlichkeit des Kindes den im Mutterleib heranwachsenden Fetus akzeptieren und ihn nach der Geburt in Besitz nehmen, was mit dem ersten Atemzug geschieht.

Fehlgeburt

Erhält das Innere Selbst der Mutter von keiner Seele eine Interessensbekundung an dem in ihr heranwachsenden Embryo, dann wird dieser unverzüglich abgestoßen, was, wie bereits oben erwähnt, meistens völlig unbemerkt, bereits mit der ersten Menstruation nach der Zeugung geschieht, weil sich das befruchtete Ei erst gar nicht eingenistet hat.

Interessiert sich eine Seele für den Embryo, dann muss sie sich spätestens bis zum Ende des 3. Schwangerschaftsmonats definitiv dafür entscheiden. Tut sie das nicht, wird der Embryo von der Mutter abgestoßen. Das erklärt den Umstand, dass die meisten Fehlgeburten vor der 12. Schwangerschaftswoche stattfinden.

Ändern sich die für eine erfolgreiche Schwangerschaft erforderlichen Konditionen nach der 12. Schwangerschaftswoche derart, dass sie entweder für die Mutter, sei es bewusst oder unbewusst, oder für den Fetus nicht mehr annehmbar sind, dann kann ein Abgang der Leibesfrucht auch später erfolgen. Dies geschieht jedoch selten ohne „Vorwarnung“, die sich in Pseudo-Wehen u.a. Symptomen ausdrücken kann. Die Mutter tut in diesem Falle gut daran, alle ihre bisherigen, das Kind und ihre Mutterschaft betreffenden Einstellungen einer Prüfung zu unterziehen und dabei auch den beiläufigen Bemerkungen ihres Arztes, der Familie und anderer Personen gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn eine Schwangere diese Zusammenhänge einigermaßen versteht, wird sie diese Vorgänge mit ganz anderen Augen sehen. Eine „verfehlte Geburt“ oder den „Tod eines ungeborenen Kindes“ gibt es nicht, das sind nur Begriffe, entstanden aus der Unkenntnis der wahren Vorgänge.

Trauer, wie jedes andere Gefühl auch, entsteht aus einer gewissen inneren Einstellung heraus. Ändert sich diese Einstellung, dann ändert sich auch das damit verbundene Gefühl. Solange eine Frau glaubt, mit einer Fehlgeburt „Ihr Kind“ verloren zu haben, wird sie darüber natürlich traurig sein. Weiß sie aber, dass der abgegangene Fetus mit einem Kind nichts zu tun hatte, weil er aus irgend welchen Gründen von keiner Seele angenommen worden ist, dann kann sie gar keine Trauer empfinden. Jedenfalls wird sie mit einer solchen neuen Einstellung sehr schnell darüber hinweg kommen und keine unnötigen Energien mehr darin investieren.

Eine Fehlgeburt ist also überhaupt nicht zu vergleichen mit dem Tod eines Kindes. Ein Fetus kann nicht sterben, denn er hat als unbeseelter Körper nie ein eigenständiges Leben gehabt.

Wir hoffen, dass es mit dieser kurzen Erklärung der Vorgänge gelingt, Schwangeren etwas den Schmerz zu nehmen, der ihnen durch eine Fehlgeburt möglicherweise entstanden ist, der in Wirklichkeit aber jeglicher Grundlage entbehrt. Was bleibt, ist natürlich die enttäuschte Erwartung eines Kindes, deren Erfüllung damit jedoch nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wird.

Betroffene Frauen tun gut daran, die Umstände zu akzeptieren und möglichst schnell wieder zum normalen täglichen Leben zurückzukehren. Sie sollten aber vorerst ihren Kinderwunsch zurückstellen, sich nach innen wenden und sich fragen, ob sie ihrerseits alles getan haben und innerlich reif dazu waren, um einem kosmischen Wesen einen möglichst vollkommenen Körper und die ihm für seine Entwicklung erforderlichen sozialen, erzieherischen, geistigen und spirituellen Rahmenbedingen zur Verfügung stellen zu können.

Erst wenn Sie an sich gearbeitet haben und fühlen, dass ihre Bereitschaft eine neue Qualität erreicht hat, sollten Sie an eine erneute Schwangerschaft denken.

Frühgeburt/Spätgeburt

Eine Frühgeburt/Spätgeburt kann zweierlei bedeuten:

1. Eine späte Fehlgeburt (siehe oben).

2. Eine Anpassung des Geburtsdatums, und das wiederum aus zweierlei Gründen:

a) aus astrologischer Sicht,

b) aus Gründen sonstiger Gegebenheiten und besonderer erforderlicher Erfahrungen der Mutter.

Zu 1: Bei einer späten Fehlgeburt handelt es sich immer um eine so genannte > „Totgeburt“.

Zu 2 a) und b): Jeder Ort ist zu bestimmten Tagen des Jahres und zu bestimmten Tageszeiten ganz bestimmten prägenden Schwingungen unterworfen, die sich die Kindesseele für die Geburt ihres physischen Körpers zunutze macht. Entsprechend werden diese Gegebenheiten in Abstimmung mit dem Unterbewusstsein der Mutter ausgewählt.

Zu 2 b): Eine Früh-, bzw. Spätgeburt geht für das Kind und/oder für die Mutter immer mit einer oder mehreren bestimmten Gegebenheiten und Erfahrungen einher, die die Betroffenen für ihre persönliche Entwicklung benötigen.

Auch hier kann der Mutter nur geraten werden, absolute Ruhe zu bewahren und die Dinge so anzunehmen wie sie sind, auch wenn sie erst einmal nicht verstanden werden, denn alles hat seine Ordnung und seinen tiefen Sinn!

Totgeburt

Eine Totgeburt bedeutet nichts anderes, als dass der Kindskörper von keiner Seele angenommen wird, deshalb nicht beseelt wird und folglich auch nicht atmet.

Wird ein solcher Kindskörper aber sofort künstlich beatmet, dann kann der Fall eintreten, dass eine der Mutter fremde Seele den Kindskörper doch noch annimmt und ihn belebt. (Dasselbe gilt übrigens auch für Feten, die durch eine künstliche Befruchtung zustande gekommen sind.)1)

Das sollte die Mutter wissen, bevor sie sich für eine künstliche Beatmung entschließt.

Eine Totgeburt sollte also keinesfalls als „ein bei der Geburt gestorbenes Kind“ betrachtet werden.

Um dem Schmerz und der Trauer zu entgehen, sollte sich die Mutter ganz bewusst zu einer nüchternen und pragmatischen Betrachtungsweise zwingen und bei sich keinesfalls irgendwelche Schuldgefühle aufkommen lassen. Hier gilt in besonderem Maße was eingangs schon erwähnt wurde, nämlich die Entscheidung der Seelen zu respektieren und zu akzeptieren, den vorhandenen Kindskörper anzunehmen oder nicht.

Indem sich die Mutter keine Verantwortung aufbürdet, die nicht die eigene ist, kann sich das Gemüt sehr schnell wieder beruhigen. Eine Erfahrung ist immer nur das, was der Verstand daraus macht! Es gilt also zu schauen, welche innere Einstellung ist dafür verantwortlich, dass man durch die disharmonische Erfahrung der Totgeburt derart betroffen wurde. Die Tiefe der Betroffenheit ist immer ein Maßstab für die Tiefe einer ganz bestimmten disharmonischen inneren Einstellung, die die weitere persönliche Entwicklung behindert. Die Symbolik der Totgeburt deutet darauf hin, etwas loszulassen, was real eigentlich gar nicht existiert, was noch gar nicht wirklich vorhanden war, eine fixe Idee oder Wunschvorstellung, die bei genauer Betrachtung, oder wie sich in Zukunft vielleicht noch herausstellen könnte, vielleicht  eine für die Mutter unlösbare Aufgabe gewesen wäre. Es geht auch darum zu schauen, wo habe ich mich in meinem Leben intensiv mit einem „lieben Kind“ beschäftigt, das aber gar nicht „lebensfähig“ ist, weil eventuell wesentliche Voraussetzungen dafür (noch) gar nicht vorhanden sind. Die Erfahrung der Totgeburt kann auch eine andere Botschaft haben. Durch eine genaue Beschreibung dessen, was diese Erfahrung mit einem macht, kann die dahinter verborgene Symbolik, die Botschaft, erkannt werden.

Plötzlicher Kindstod

Als früher Kindstod wird bezeichnet, wenn ein Säugling bis zu einem Alter von 12 Monaten ohne erkennbare Ursache plötzlich stirbt. Dieser Fall ist ähnlich gelagert wie die ‚späte Fehlgeburt’, nur hat sich die Entscheidung der Seelenpersönlichkeit, den Körper definitiv nicht anzunehmen, über die Geburt hinaus verschoben. Allerdings stehen beim frühen Kindstod völlig andere geistige Ursachen im Vordergrund:

Durch die Tatsache, dass es sich hier um ein Kind, also um eine lebende Seele handelt, ist die wirkliche Betroffenheit der Mutter, bzw. der Eltern, sehr viel größer und damit auch deren Verantwortung.2) Verantwortung aber nicht in dem Sinne, dass eine direkte und bewusste Schuld am Tod des Kindes vorläge, sondern die Seelenpersönlichkeit des Kindes gibt ihren physischen Körper ganz bewusst wieder auf, um einem oder beiden Elternteilen, eine heftige Erfahrung zu ermöglichen, die sie benötigen, um aus einer bestimmten festgefahrenen inneren Einstellung wachgerüttelt zu werden. Durch diese ganz besondere Erfahrung, für die nichts und niemandem irgend eine Schuld zugesprochen werden kann, wo es also scheinbar nur Opfer, aber keine Täter gibt, wo keine physische Ursache feststellbar und kein logischer Sinn zu erkennen ist, wird das Denken in völlig neue Bahnen gelenkt. Die Eltern werden praktisch gezwungen, für sie bisher undenkbare Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten in Erwägung zu ziehen und dabei die gewohnte physische Ebene zu verlassen, auf die sich ihr Denken bisher bezogen hat. Auf der Suche nach dem Sinn des Geschehens werden sie beginnen, ihre Aufmerksamkeit mehr dem Geistigen zuzuwenden und dabei auch Fragen nach dem Sinn des Lebens allgemein und des ihren, bzw. dem des Kindes im Besonderen, zu stellen. So werden sie allmählich den Geistigen Lebensweg beschreiten.

Gelingt ihnen das, dann hat der frühe Kindstod sein Ziel erreicht und die Eltern haben sich durch die Aneignung neuer innerer Einstellungen selbst von ihrem Schmerze erlöst. Sie lernen dabei außerdem, den Willen und die Motivation des verstorbenen Kindes zu respektieren und die ihnen durch seinen Weggang möglich gewordene Bewusstseinserhöhung wird in ihnen eine große Liebe, Hochachtung und Dankbarkeit dem Kinde gegenüber wachsen lassen. Das macht sie frei von der unsäglichen, lähmenden Trauer, ermöglicht ihnen eine Haltung in Gleichmut gegenüber äußeren Gegebenheiten und lässt sie hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Davon werden auch in ganz besonderem Maße die bereits vorhandenen und zukünftigen Kinder profitieren.

Allgemein gilt, dass der Tod von minderjährigen Kindern in erster Linie ein Liebesdienst an den Eltern ist.


Nachwort

Bei allen hier besprochenen Erfahrungen, von der Fehlgeburt bis zum frühen Kindstod, kann natürlich eine SEE-Weg-Sitzung3) die nötige Klarheit in die Vorgänge bringen und helfen, die zu korrigierenden inneren Einstellungen zu erkennen und den Weg zu weisen für die anstehende Neuorientierung.


1) Siehe dazu auch das Thema „Kinderlosigkeit“

2) Siehe dazu auch das Thema „Kinderkrankheiten“

3) Siehe dazu das Thema „Der SEE-Weg I“


Opfenbach, den 03.03.2010

Friedrich Baumann

Letzte Aktualisierung: 24.07.2017



Kontakt: friedrich.baumann@gmail.com

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