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Depressionen richtig deuten

Depressionen haben ihre Wurzel in der permanenten Weigerung, den Hinweisen des Schicksals zu folgen.

Es gibt Depressionen, die daraus entstehen, dass man sich in Selbstüberschätzung und Trotz immer durchsetzen will und dadurch in eine Lebenskrise gerät. Zum Beispiel will man unter allen Umständen eine Beziehung aufrecht erhalten, die keine echte ist, oder eine bestimmte Arbeit ausführen, bzw. ein besonderes Projekt realisieren, das im Grunde nichts taugt oder den Entwicklungsweg behindern würde, was man aber nicht weiß. In diesem Falle täte man besser, sich dem Lauf des Lebens anzuvertrauen anstatt bestimmen zu wollen, wo es lang gehen soll. Das Nicht-Gelingen und die damit verbundene Frustration sind dann wichtige Bremsen, um zur Besinnung zu kommen, demütiger und feinfühliger zu werden.

Die Machtprobe zwischen Ego (Verstand, Eigensinn) und Schicksal führt immer in die Krise. Es gilt zu lernen, dass Schicksal und Ego keine Gegensätze sind. Es ist im Zweifelsfalle besser, sich aus freiem Entschluss dem Schicksal vertrauensvoll in die Hände zu geben und mit dem einverstanden zu sein, was man ohnehin nicht ändern kann.

Die Auflehnung gegen das Schicksal wird meist in der Pubertät aufgebaut, kann aber auch schon im Alter von 3 Jahren beginnen, wenn die Trotzphase nicht überwunden wird. Man begibt sich in die Illusion, man könne stärker sein als das Schicksal, muss dann aber immer und immer wieder feststellen, dass am Ende doch das Schicksal als Sieger hervorgeht. Das Ego erleidet so eine Niederlage nach der anderen, was es schließlich zermürbt und zu der Überzeugung gelangen lässt, “es hat alles keinen Sinn mehr!” Damit verliert der Mensch aber die Hoffnung, jemals das zu bekommen, was er will. Aber gerade das ist der Punkt, um den sich die Depression dreht, denn ganz offensichtlich ist das, was man will, weil man es für gut hält, eben nicht so gut, jedenfalls nicht in der gegenwärtigen Situation.

Der Depressive will stets etwas anderes, als das, was das Schicksal, das Leben, für ihn bereit hält, denn er lebt in dem Irrglauben, selbst am besten zu wissen was für ihn gut und was schlecht ist. Der Depressive muss also erkennen lernen, dass das Schicksal es immer nur gut mit ihm meint und er sich ihm voll anvertrauen kann. (Siehe dazu die kleine Geschichte unter dem Thema “Fragen und Antworten”, unter dem Datum vom 20.07.07, “Es war einmal….”)

Hat der Depressive das gelernt, dann tritt ihm das Schicksal nicht mehr als Feind gegenüber, sondern er sieht in ihm stets den guten Freund und Ratgeber. Damit verschwindet auch jegliche Angst aus seinem Leben, denn er empfindet sich stets wohl behütet und getragen von der unendlichen Liebe Gottes und nicht mehr getrennt von ihr, wie bisher.

Er hat dann auch kein Problem mehr damit, den Winken des Schicksals zu folgen und sich auf die Bedürfnisse seiner Seele einzulassen, nämlich den Weg der Vervollkommnung zu beschreiten. Der erste Schritt auf diesem Weg ist die Selbsterkenntnis und der zweite Schritt die Neuorientierung. Die Depression ist unter den gegebenen Umständen das Hinweisschild, das genau zur richtigen Zeit am richtigen Orte steht, um dem Menschen den richtigen Weg zu weisen. Es gilt also auch, sich mit der Depression selbst auszusöhnen und sie nicht als ein Übel zu betrachten, das es zu eliminieren gilt. Die Depression verschwindet von alleine, sobald sie ihre Aufgabe erfüllt hat, will heißen, wenn der Mensch ihre Botschaft erkannt und den von ihr gewiesenen Weg beschritten hat.

Um das Problem zu lösen, stelle man sich also folgende drei Fragen:

1. Wo will ich mich durchsetzen und bekomme Probleme damit?

Welcher Art sind diese Probleme? (die darin enthaltene Symbolik beachten)

Welche Überzeugung steht dahinter? (die es unbedingt aufzudecken und durch eine andere zu ersetzen gilt, sonst kann das Problem nicht gelöst werden!)

Was will ich damit befriedigen?

2. Wohin führt mich das Schicksal, das ich nicht (sehen) will?

Vor was verschließe ich meine Augen?

3. Was ermöglicht mir das Schicksal, was ich bisher (noch) nicht gesehen habe?

Welche neuen Perspektiven werden mir dadurch eröffnet, indem ich dasjenige nicht tue, was ich bisher unbedingt tun wollte und worauf ich meine gesamte Aufmerksamkeit gelenkt habe?

Welche neue Einstellung muss ich mir aneignen, um durch das mir vom Schicksal geöffnete Tor schreiten zu können?

Wir haben im Grunde immer nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl:

1. Uns für das Schicksal als Lenker, Lehrer und Ratgeber zu entscheiden und für die kosmische Ordnung und Harmonie, für Gott, für die Liebe und für unser Einssein mit Allem, oder

2. Uns gegen diese Göttliche Ordnung und Harmonie zu stellen und für Trennung, Isolation, Allein-Sein, Gefühle der Schuld und Opfer äußerer Umstände zu sein, für Angst, Hass und letztendlich für Aggression zu entscheiden. Das Endresultat ist dann die Depression.

Der Depressive muss seine Eigenbrödlerei aufgeben in dem Wissen, dass sein Verstand die Wahrheit nicht haben kann. Er muss lernen, auf sein Schicksal zu hören und dessen Botschaften zu entziffern. Er muss seine inneren Einstellungen, die Irrtümer seines Verstandes berichtigen. Heilung ist nur dort möglich, wo der Ursprung des Leides liegt, nämlich im Denkprogramm. Alle äußeren “Behandlungen” gehen am Problem vorbei und verlagern es nur in eine andere Zeit oder auf eine andere Ebene. Endstation ist dann die Psychiatrie.

In einer SEE-Weg-Sitzung können nicht nur alle diese Fragen geklärt, sondern auch innere Energien und Qualitäten aufgerufen werden, die erforderlich sind, um die erkannte Neuorientierung im täglichen Leben auch umsetzen zu können, ohne zu riskieren, alsbald wieder in die alten Denkmuster zurück zu fallen.

Information und Buchung von Sitzungen unter Tel. Nr. 08385-572 und 08385-92 32 35

Letzte Aktualisierung: 19.02.2010

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