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9 – Gesetz der Eigenverantwortung
Der menschliche Entwicklungsweg führt über die Eigenverantwortung. Der Mensch kann diese jedoch nur übernehmen, wenn er bereit ist, sich selbst zu begegnen. Die Flucht in die Opferrolle ist immer ein Stehlen aus dieser Verantwortung.
Wer die bisher angeführten Gesetze einigermaßen verstanden hat, dem dürfte klar geworden sein, dass wir für unser Schicksal ausschließlich selbst verantwortlich sind. Daraus folgt wiederum, dass der Mensch niemals Opfer irgendwelcher äußeren Umstände sein kann, sondern immer nur mit solchen Zuständen konfrontiert wird, die einerseits seinen Bewusstseinsinhalten entsprechen und andererseits seiner weiteren Entwicklung dienen. Diese Erkenntnis erlaubt es uns, in jeder beliebigen Situation Ruhe und Gelassenheit zu bewahren. Sie wird außerdem unser bisheriges Leben völlig reformieren, denn sie zwingt uns auf den Weg der Selbsterkenntnis und Selbstberichtigung, womit wir uns direkt auf eine höhere Bewusstseinsebene katapultieren. Nur indem wir bereit sind, die volle Verantwortung für uns selbst zu übernehmen, sind wir auch geneigt, uns wirklich zu verändern. Diese Transformation und Neuwerdung gelingt nur, wenn wir alle unsere inneren Einstellungen, Überzeugungen und Glaubenssätze einer schonungslosen Überprüfung unterziehen. Alles andere ist nur notgedrungene Anpassung an äußere Gegebenheiten, bzw. Zwänge (religiöse wie staatliche) und hat nichts mit bewusster Höherentwicklung zu tun. Wer glaubt es genüge, sich zu einer Religion, Philosophie oder bestimmten gesellschaftlichen Ordnung zu bekennen und sich deren Regeln zu unterwerfen, aber nicht bereit ist, für all sein Denken und Tun Eigenverantwortung zu übernehmen, der betrügt sich selbst und vergeudet seine Zeit.
Letzte Aktualisierung: 09.05.2010