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4 – Recht und Unrecht

Der Glaube an Recht und Unrecht hat seine Wurzel in der Unkenntnis der vorgenannten Gesetze. Wer in dem Glauben an Gut und Böse lebt, hat es immer auch mit Recht und Unrecht zu tun. Das alles sind jedoch nichts als innere Einstellungen, die den Menschen sich in fataler Weise als Opfer äußerer Umstände fühlen lassen, wo er doch nur das erlebt, was sein inneres Denk-Programm ihm auf den äußeren Bildschirm seines Lebens wirft. Das Empfinden, gerecht oder ungerecht behandelt zu werden, ist wie jede andere Empathie auch, nichts anderes als die Auswirkung entsprechender innerer Einstellungen.

Insofern kann es nirgendwo in der physischen Welt einen „Rechtsstaat“ geben, so lange die Menschen in dem Glauben an Recht und Unrecht leben. Recht und Unrecht existieren nur im Bewusstsein des Menschen und sonst nirgends. Nur der Unwissende bemüht Gerichte in dem Irrglauben, “Recht” zu bekommen, wo es dort niemals Recht geben kann, sondern nur die Bestätigung dessen, was in diesem Moment den inneren Gegebenheiten der Beteiligten entspricht. Gäbe es Recht und Unrecht, wäre die gesamte Schöpfung ein einziges Chaos und hätte überhaupt nicht entstehen können.

Der Mensch erlebt nur das, worauf er seine Aufmerksamkeit gerichtet hält. Keinem Menschen kann die innere wie die äußere Harmonie versagt werden, wenn er sich ernsthaft seiner inneren Göttlichkeit zuwendet,  der einzigen Quelle der Harmonie.  Wer die nötige Entschlossennheit dazu aufbringt, dem eröffnet sich eine ungeahnte neue Welt, eine Welt der Harmonie, jenseits von Recht und Unrecht. Gleichzeitig wird er die wahre Bedeutung von Begriffen wie “Karma”, “Ausgleich”, “Sünden”, “Zahn um Zahn” u.a. erkennen, die nichts anderes sind als Versuche, die Beziehungen zwischen Bewusstseinsinhalten und äußerem Geschehen zu beschreiben und deshalb niemals feste, unveränderliche Größen sein können. Lernt der Mensch, in seinem Denken und Tun sich bewusst von seiner inneren Göttlichkeit lenken zu lassen, werden alle seine Fehlschöpfungen automatisch aufgelöst und er vermeidet so die Notwendigkeit, seine disharmonischen Bewusstseinsinhalte mühsam, über viele Inkarnationen hinweg, durch leidvolle Erfahrungen läutern zu müssen.

Letzte Aktualisierung: 09.05.2010

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