Der Aufstiegsprozess ist der bewusste Weg des Lichtsuchers bis zur Verwirklichung seines reinen Gottesbewusstseins.
Dieser Aufsatz soll dem Lichtsucher die Orientierung erleichtern und ihm helfen, sich in dem Dschungel der esoterischen Angebote besser zurechtzufinden.
Es gibt viele Menschen, darunter auch Mitglieder alter Schulen, die sich berufen fühlen, mystisches Wissen an andere weiter zu geben, aber selbst noch nicht einmal auf der ersten Sprosse der Himmelsleiter stehen. Viele davon sind zwar hoch motiviert, aber meistens von einer einzigen Lehre oder auch nur von einem einzigen Buch beeinflusst, ohne dessen Wert richtig einschätzen zu können. Dabei verwenden sie oft alte Begriffe, deren tiefere Bedeutung sie nicht kennen und bieten Übungen an, deren Auswirkungen sie nicht einmal erahnen können, weil sie diese Übungen selbst weder richtig noch dauerhaft oder erfolgreich durchgeführt haben.
Alle alten etablierten Schulen lehren was sie lange Zeit gelehrt haben, unfähig ihre alten Schriften dem neuen Geist anzupassen. Der heutige Mensch ist aber nicht mehr der von vor 100, 500, 2.000, oder 5.000 Jahren, er lebt auf einer anderen Bewusstseinsstufe und hat ein anderes Denken, Verstehen und Empfinden. Er lässt sich nicht in irgendeine Schablone pressen, sondern muss dort abgeholt werden, wo er aktuell steht und dies mit Begriffen, die er nicht erst mühsam entschlüsseln muss, sondern sofort verstehen und nachvollziehen kann.
Die meisten Menschen lesen nur Bücher mit sensationell aufgemachten Titeln, deren Inhalte bei genauer Betrachtung nur die Neugier ihres Intellektes befriedigen, ihnen aber keine konkrete Hilfe sind auf ihrem Weg zum Aufstieg. Viele stopfen ungeheure Mengen an Informationen in sich hinein, werden dadurch aber nicht zu einem ernsthaften Studium motiviert oder fühlen nicht die Notwendigkeit, sich mit diesem Wissen eingehender zu beschäftigen und es in ihrem Leben anzuwenden. Durch diese Flut von Informationen, der sie sich freiwillig aussetzen, verlieren sie dann allmählich den Überblick und die Richtung, in die sie zu gehen haben. Weniger wäre hier mehr. Auch verwechseln Sie Masse mit Qualität, Konsum mit Studium und erliegen schnell der Versuchung, mit ihrem Halb- und Pseudowissen andere beeindrucken zu wollen.
Der Sucher kann so viele Bücher studieren wie er will, ohne sein Wissen im täglichen Leben anzuwenden und die entsprechenden inneren Erfahrungen kommt er nicht weiter. Auch kann er die Übungen machen, die in vielen Büchern beschrieben sind, aber einige davon sind nicht mehr nötig oder für ihn möglicherweise sogar gefährlich, andere wurden längst von viel effizienteren abgelöst, die einfacher und leichter anzuwenden sind und direkt zum Ziel führen.
Weniger als jeder 10.000ste der Menschen auf der Erde hat den so genannten “Fanfarenruf” zum Aufbruch in ein neues Leben innerlich wahrgenommen und folgt ihm. In Deutschland ist es vielleicht nur jeder 100.000ste. Der einzige Weg, den in der heutigen schnelllebigen Zeit sich zu gehen noch lohnt, ist der Weg der Selbsterkenntnis, Selbsterfahrung und Selbstberichtigung.
Jetzt kommen neue Lehren, bzw. neue Aspekte und Darstellungsweisen durch Leute, die in großartigen mystischen Erfahrungen mit dem Göttlichen in Verbindung gekommen sind und völlig neue Erkenntnisse gewonnen haben, die bisher noch nirgends beschrieben worden sind. Und nicht nur das, diese Leute sind auch bereit, ihr Wissen jederzeit zu erneuern und zu erweitern. Die Aufgestiegenen Meister haben nur diese neuen Mitarbeiter, denn die Verbreiter alter Lehren sind nicht in der Lage, neues zu empfangen und entsprechend weiter zu geben.
Für den Lichtsucher ist es wegen seines noch nicht ausgebildeten Unter-scheidungsvermögens jedoch nicht leicht, sein Vertrauen in einen der neuen Botschafter zu setzen, denn diese haben keine bekannten Namen und sie werden auch nirgendwo erwähnt. Oft fehlt es auch am grundsätzlichen Verlangen des Suchers, das erforderlich ist, den Weg des Aufstieges in Angriff zu nehmen. Der Grund dafür liegt hauptsächlich im Neuen Testament, wo behauptet wird, dass Jesus der einzige Sohn Gottes sei. Wo soll ein Sucher, der an diesen Unsinn glaubt, die Motivation hernehmen, den von diesem Meister gelehrten Weg einzuschlagen, wenn ihm einerseits angeblich die Grundvoraussetzung zum Aufstieg, nämlich die Gottessohnschaft fehlt und ihn darüber hinaus ein unwürdiger Kreuzestod erwartet?
Einige Sucher erwarten sofort Wunder und große Erleuchtungen, sobald sie sich ein paar Minuten oder Stunden lang mit einer Übung beschäftigt haben und sind gleich entmutigt, wenn ihre Erwartungen nicht sofort erfüllt werden.
Wieder andere werden ständig von Zweifeln heimgesucht, besonders dann, wenn sie sich in einem Kreis von materialistisch eingestellten Menschen befinden, die mit Spiritualität nichts anzufangen wissen und ihnen der Mut fehlt, sich von diesen zu trennen.
Und dann gibt es wiederum viele die erwarten, dass sie im Jahre 2012 einfach erhoben würden ohne irgend etwas besonders dafür leisten zu müssen. Der Prozess des Aufstieges ist jedoch ein Vollzeit – Lern-, Erkenntnis- und Erfahrungsprozess. Der Schüler muss leben, was er gelernt hat und dem folgen was er bereits weiß. Dazu braucht es mehr als nur ein paar Kurse und Bücher, nämlich:
- Ein klares Erkennen des Zieles und seiner Bedeutung,
- einen unerschütterlichen Glauben und das Vertrauen, dieses Ziel in diesem Leben auch erreichen zu können,
- eine echte Motivation und ein echtes inneres Verlangen danach,
- das Wissen um, und das absolute Vertrauen in die innere Führung und die der Aufgestiegenen Meister,
- die nötige Disziplin und das Setzen von Prioritäten im täglichen Leben.
Jeder ernsthafte Schüler der Mystik kann das alles aus eigener Kraft bewerkstelligen ohne äußere Hilfe in Form von Einweihungen, Energieübertragungen durch andere und sonstige „esoterische“ Praktiken. Jede wirklich erforderliche Unterstützung wird uns automatisch zu teil, alleine aufgrund unserer Bereitschaft und der durch eigene Anstrengungen erlangten spirituellen Reife.
Der Lichtsucher halte einfach Ausschau nach aufschlussreichen Botschaften, die direkt zur Sache kommen und sich nicht mit Nebensächlichkeiten beschäftigen. Er folge nur solchen Lehrern, von denen er den Eindruck hat, dass sie aus eigener Erfahrung sprechen und nicht nur Antworten geben, die sie von anderen übernommen haben. Ein guter Lehrer wird den Lichtsucher dazu bringen, das Wissen durch eigene Erfahrung zu erwerben und er versteht es, ihn immer wieder neu zu motivieren, wenn die Begeisterung und die Hingabe nachlassen.
Der Lichtsucher sei geduldig und erwarte keine Wunder, diese kommen von alleine und nur dann, wenn er sie am wenigsten erwartet. Die neuen Energien, das neue Wissen und die neuen Erfahrungen zu integrieren braucht Zeit. Die Erhöhung des Bewusstseins und die der atomischen Struktur des Körpers müssen im Gleichschritt erfolgen, wenn eine harmonische ganzheitliche Höherentwicklung gewährleistet sein soll. Geduld heißt aber nicht, die Verfolgung des neuen Zieles nur halbherzig anzugehen und weiterhin wie gewohnt, die Aufmerksamkeit vorrangig auf die materielle Scheinwelt zu richten. „Wir können nicht zwei Herren gleichzeitig dienen“.
Trotzdem bleibe der Lichtsucher in gewisser Hinsicht bewusst offen und verfolge das globale Weltgeschehen genau so wie neue höhere Lehren. Das wird ihm einerseits erlauben, langsam die Zusammenhänge zwischen den äußeren Geschehnissen und seinem Bewusstsein, bzw. dem der Völker zu erkennen und andererseits seine persönlichen Erfahrungen bestätigt zu finden.










You are a real deep thienker. Thanks for sharing.