Das Bewusstsein hat durch die dem Menschen innewohnende Göttliche Gegenwart den Drang, sich ständig zu erweitern, zu entfalten und höher zu entwickeln. Wird es durch den äußeren Verstand daran gehindert, z.B. durch einschränkende und hemmende Vorstellungen, Glaubenssätze und Überzeugungen, so entstehen Spannungen und Disharmonien, die auf einer oder mehreren Ebenen des Systems zu Störungen führen können, wie z. B. zu Krankheiten und Konflikten. Diese Störungen sind also keine vom menschlichen Bewusstsein unabhängige Gegebenheiten, sondern Auswirkungen seiner eigenen geistigen Disharmonien, bzw. Indikatoren für solche.
Da sich jeder Mensch auf einer anderen, individuellen Entwicklungsstufe befindet, ziehen die selben inneren Ein-tellungen bei jedem Menschen andere Erfahrungen nach sich. Dazu ein einfaches Beispiel: Ein Erstklässler hat keinerlei Problem damit, wenn er nichts von Algebra versteht, ein Abiturient aber sehr wohl.
Da wir nicht wissen können, auf welcher Entwicklungsstufe sich ein Mensch in Bezug auf ein bestimmtes Wissen gerade befindet, sollten wir es also strikt unterlassen, andere danach zu beurteilen, wie sie mit einem Problem umgehen. Es könnte nämlich sein, dass wir selbst noch gar nicht damit konfrontiert werden können, aber irrtümlich glauben, es schon gelöst zu haben. (Siehe dazu „Bronchitis, …“, unter Krankheit und Heilung). Jeder Mensch wird nur mit solchen schmerzlichen Themen konfrontiert, die bei ihm ein Erkenntnis-, bzw. Verständnisdefizit offenbaren, das seine weitere Entwicklung behindert. Unsere Probleme sind also keine Schikanen eines sadistischen Gottes, sondern Lernaufgaben in der Schule unseres Lebens.
Die bestehenden Entwicklungsdefizite brauchen überhaupt nicht bewusst zu sein, können nur geringe Schwierigkeiten verursachen oder einen tödlichen Konflikt heraufbeschwören, je nach dem, wie wichtig und dringlich die Behebung des Defizits für den anstehenden Entwicklungsschritt ist, wie stark die Verkrustungen der hemmenden inneren Einstellungen sind und wie stark sich die Person gegen eine Neuorientierung wehrt.
Diesem inneren Drang oder Druck nach Höherentwicklung ist jedes menschliche Wesen ausgesetzt, was in mystischen Schriften oft als ein “Wind von hinten” beschrieben wird. Weigert sich nun das äußere Selbst eines Menschen strikt, diesen Entwicklungs-Weg zu gehen, ohne Aussicht auf eine in diesem Sinne positive Verhaltensänderung, dann zieht sich die Seelenpersönlichkeit aus dem Körper zurück, was jedoch nur durch eine starke Schwächung des Körpers möglich ist (Alterungsprozess durch Energieentzug, “tödliche Krankheit” oder schwere Verletzungen).
Da Kinder von einem > “Sinn des Lebens” nichts wissen und auch keine größeren Selbsterkenntnisprozesse realisieren können, wirken deren Lebenserfahrungen hauptsächlich als Prägungen für spätere Erkenntnisprozesse und ihre Krankheiten bis hin zum Tod haben folglich je nach Betroffenheit auch mit dem Bewusstsein der Eltern oder des Kollektivs zu tun. (Siehe dazu die Seite “Kinderkrankheiten”.)
Dieses Entwicklungsgesetz trägt in sich selbst das, was wir als Blockaden, Hindernisse und Leid bezeichnen. Gäbe es diese Widerstände in unserem Leben nicht, so könnten wir unsere Entwicklungsdefizite nicht erkennen und würden folglich auch keine Anstrengungen unternehmen, um unser Wissen über uns selbst zu erweitern und uns höher zu entwickeln. Alle Widerstände, denen wir im Leben begegnen, sind also natürliche gesetzliche Vorgänge, sie sind die Leitplanken an unserem Lebens- und Entwicklungsweg, damit wir diesen erkennen und ihm folgen können und uns in dieser Welt der Illusionen nicht verirren oder unnütz unsere Zeit und unsere Kräfte vergeuden.
Opfenabch, den 12.02.2010
Friedrich Baumann
Letzte Aktualisierung: 24.08.2011
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