Der Glaube an Recht und Unrecht hat seine Wurzel in der Unkenntnis der vorgenannten Gesetze. Wer in dem Glauben an Gut und Böse lebt, hat es immer auch mit Recht und Unrecht zu tun. Das alles sind jedoch nichts als innere Einstellungen, die den Menschen sich in fataler Weise als Opfer äußerer Umstände fühlen lassen, wo er doch nur das erlebt, was sein inneres Denk-Programm ihm auf den äußeren Bildschirm seines Lebens wirft. Das Empfinden, gerecht oder ungerecht behandelt zu werden, ist wie jede andere Empathie auch, nichts anderes als die Auswirkung entsprechender innerer individueller wie  kollektiver Einstellungen.

 

So lange die Menschen in dem Glauben an Recht und Unrecht leben, kann es also auch keinen allgemein anerkannten Rechtsstaat geben. Recht und Unrecht und die darauf basierende „Rechtsprechung“ existieren nur im Bewusstsein des Menschen und sonst nirgends. Nur der Unwissende bemüht Gerichte in dem Irrglauben, dort das von ihm empfundene „Recht“ zu bekommen. Er wird bei Gericht immer nur die Bestätigung dessen erhalten, was in diesem Moment den inneren Gegebenheiten der Beteiligten entspricht. Ändert er seine inneren Einstellungen von Recht und Unrecht, wird sich sein Konflikt in ein Nichts auflösen und ein Gericht überflüssig machen. Alle von Regierungen erlassenen Gesetze basieren auf dem Irrglauben an Gut & Böse, ohne den sie keinen Sinn machten und somit auch nicht nötig wären. Die Menschen des Mesolithikums kannten noch die Gesetze der Natur und des Lebens und lebten deshalb in vollkommener Harmonie und in Frieden mit ihren Mitmenschen. In ihren Gemeinschaften gab es keine Vorschriften, keine Regierung, keine Polizei, ja nicht einmal einen Bürgermeister. Jeder wusste was zu tun war zum Wohle der Gemeinschaft.

 

Gäbe es Recht und Unrecht, wäre die gesamte Schöpfung ein einziges Chaos und hätte überhaupt nicht entstehen können.

 

Der Mensch erlebt nur das, worauf er seine Aufmerksamkeit gerichtet hält. Keinem Menschen kann die innere wie die äußere Harmonie versagt werden, wenn er sich ernsthaft seiner inneren Göttlichkeit zuwendet,  der einzigen Quelle von Harmonie und Gerechtigkeit.  Wer die nötige Entschlossenheit dazu aufbringt, dem eröffnet sich eine ungeahnte neue Welt, eine Welt der Harmonie, jenseits von Recht und Unrecht. Gleichzeitig wird er die wahre Bedeutung von Begriffen wie „Karma“, „Ausgleich“, „Sünden“, „Zahn um Zahn“ u.a. erkennen, die nichts anderes sind als Versuche, die Beziehungen zwischen Bewusstseins-inhalten und äußerem Geschehen zu beschreiben und deshalb niemals feste, unveränderliche Größen sein können. Lernt der Mensch, in seinem Denken und Tun sich bewusst von seiner inneren Göttlichkeit lenken zu lassen, werden alle seine Fehlschöpfungen automatisch aufgelöst und er vermeidet so die Notwendigkeit, seine disharmonischen Bewusstseinsinhalte mühsam, über viele Inkarnationen hinweg, durch leidvolle Erfahrungen läutern zu müssen.

 

Opfenbach, den 12.02.2010

Friedrich Baumann

Letzte Aktualisierung: 12.09.2015

 

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